Tag 40 – auf nach Fujiyoshida

Um 10 Uhr ging es am Bahnhof Fujisawa los – wieder zurück nach Atami. Dort war ich ja schon einmal auf der Fahrt von Shizuoka vorbeigekommen. Zwei Minuten Umsteigezeit, direkt weiter in den nächsten Zug – und Punkt 11:45 Uhr, ganz nach Fahrplan, kam ich in Gotemba an.

Gotemba ist der letzte Bahnhof, bis zu dem man mit der Bahn an den Fuji-san heranfahren kann. Ab dort geht es nur noch mit dem Bus oder dem Auto bis zur 5th Gotemba Mount Fuji Station – und den Rest muss man zu Fuß erklimmen.

Ich bin aber nicht hochgefahren, sondern habe mir zunächst etwas die Umgebung rund um den Bahnhof angeschaut. Gegen 13 Uhr habe ich dann mein Mietauto abgeholt. Nach einer kurzen Einweisung von etwa 15 Minuten durfte ich schon losfahren.

Die ersten Meter waren allerdings eine echte Herausforderung:

Die Bremse zieht extrem schnell an, und in Japan reicht es oft schon, einfach vom Gas zu gehen – das Auto beginnt dann sofort mit der Energierückgewinnung und bremst automatisch recht stark ab. Für Bergabfahrten gibt es sogar einen eigenen Automatik-Gang, der noch mehr Energie speichert.

Nachdem ich mich etwas an die Eigenheiten und Funktionen gewöhnt hatte, lief es richtig gut. Nur das mit dem Blinker rechts wollte noch nicht so ganz klappen – mehrmals habe ich versehentlich statt zu blinken den Scheibenwischer betätigt.

Meine erste Route führte mich an den Yamanaka-ko-See, zunächst ans südliche, mir am nächsten gelegene Ufer. Später bin ich noch die komplette Runde um den See gefahren über den Sotosotodays Campingplatz bis zum Nagaike Water Park. Trotz einstelliger Temperaturen standen am Campingplatz einige Zelte, und die Camper waren fleißig am Grillen und Kochen – echt beeindruckend und hat gut Hunger gemacht.

Morgen will ich mir, wenn möglich, beim Mount Bell ein oder zwei Einweggrills besorgen und im Supermarkt etwas Fleisch, Brot und Sößchen für meinen Tag am Motosu-ko-See.

Und ja, mir ist bewusst, dass das „-ko“ im Japanischen schon „See“ bedeutet – aber irgendwie hat sich diese doppelte Bezeichnung in mein Hirn eingebrannt.

Danach ging es zu meiner neuen Unterkunft … und, na ja – sie ist unterirdisch.

Alt, so halb zerfallen und halb ausgebessert, sehr puristisch – oder vielleicht einfach nur etwas vernachlässigt. Schaut euch selbst die Bilder an:

Im Vergleich zu den Airbnb-Fotos sieht das Ganze leider deutlich weniger einladend aus.

Aber gut – was Besseres bekomme ich jetzt auch nicht mehr, ohne ordentlich draufzuzahlen. Die nächsten fünf Nächte werde ich mich wohl irgendwie damit arrangieren.
Immerhin: Die Matratze ist geprüft, und ich habe die Außenwand auf Spalten abgeschreckt – hoffentlich bleib ich damit ungestört.

Nach etwas frischer Luft und einem Spaziergang habe ich schließlich ein gemütliches Restaurant gefunden – eine indische Kneipe.
Das Gericht meines Tischnachbarn sah so lecker aus, dass ich kurzerhand das Gleiche bestellt habe – eine gute Entscheidung!

Satt und zufrieden ging es dann zurück in die Unterkunft.
Jetzt heißt es: Beine hoch, ausruhen, schlafen – und morgen früh je nach Wetter den nächsten Tag planen.

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