Der Titel stimmt nicht ganz – aber heute habe ich wirklich mal ordentlich gefaulenzt.
Da ich gestern schon gesehen hatte, dass es heute regnen würde (nur nicht, wann genau), bin ich um 8 Uhr aufgestanden – und wurde direkt von prasselndem Regen und einem arschkalten Zimmer begrüßt. Also: Klimaanlage auf 20 °C gestellt, wieder zurück ins Bett, Vorhang halb offen, eingekuschelt und dem Regen zugeschaut – und ehe ich mich versah, war es schon 10 Uhr.
Nach einem gemütlichen Frühstück begann die große Frage: Was kann man heute überhaupt machen?
Die Antwort: Eigentlich gar nix. Hier gibt’s fast nur Outdoor-Attraktionen – also gut, dann bleibe ich heute einfach mal drinnen.
Nach rund fünf Stunden Regen beobachten, ein bisschen Lesen und YouTube-Schauen, kam irgendwann doch der Tatendrang. Ich musste schließlich noch Essen und Getränke für morgen besorgen und Wäsche waschen.
Also ins Auto und erstmal zum Waschsalon – alles rein in die Maschine – und während die Wäsche lief, weiter zur Fuji-Station, dem kleinen Zentrum von Fujiyoshida. Dort habe ich mir einen Schwung Postkarten von Fuji-san geholt und bin durch die Einkaufspassage gebummelt.
Per Zufall bin ich über einen kleinen Laden gestolpert, der Einweggrills, Zangen und Bambusspieße verkauft – und das alles für unter 1.000 ¥ (~6 €). Natürlich gleich eingepackt! Auf den Dach des Bahnhofgebäudes hat man außerdem ein wunderbaren Blick auf den Berg…. Nicht heute.



Als meine Wäsche fertig war, ging’s kurz zurück zum Abholen und dann weiter zu Mont Bell.

Das Geschäft ist ein echtes Paradies für Outdoor-Fans – Kleidung, Ausrüstung, Campingbedarf, Sportgeräte – alles da.
Ich liebe ja diese Jetboil-Gaskocher und kompakten Camping-Kochsets, und die kleinen Feuerschalen und Faltgrills haben’s mir auch echt angetan. Wahrscheinlich einfach, weil ich so selten grille – und noch seltener ein kleines Feuer machen kann. In der Stadt, Mietwohnung, und dann noch direkt am See … das ist halt nix.
Ich habe mir dort jedenfalls zwei neue Mützen und ein Paar Handschuhe gegönnt. Man merkt deutlich, dass die Temperaturen sinken – gestern waren es gerade mal 10 °C, und ich habe nur meine Jerseyjacke dabei. Morgen schaue ich, ob ich vielleicht noch eine Decke, einen Klappstuhl oder ein Sitzkissen finde – irgendwas praktisches zum drauf sitzen für meinen Tag am See.
Zum Abschluss ging’s noch in den Supermarkt: Getränke, Brot, Reis, Fleisch und ein paar Soßen für morgen eingepackt. Mein Reisebesteck habe ich ja eh immer dabei – fehlt nur noch ein Teller oder etwas Vergleichbares. Eine Schüssel hätte ich notfalls schon, und im Zweifel leihe ich mir einfach was hier aus dem Airbnb (und bring’s natürlich wieder zurück).
Danach: Dusche, Entspannung, Ruhe. Ich hoffe, der morgige Tag wird so schön, wie es mir die Wettervorhersage verspricht – und wie ich’s mir gerade mit einem leicht zweifelnden Blick vorstelle. Wenn das klappt, hab ich schon gewonnen.