Tag 11 – Alles ist möglich Freitag

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Da mir ehrlich gesagt etwas die Ideen ausgegangen sind, habe ich mich einfach in irgendeinen Bus gesetzt und bin losgefahren. Ich bin in Kitajūhachijō ausgestiegen, weil Google meinte, dass es dort eine belebte Gegend gibt. Es war tatsächlich wie eine kleine Shoppingstraße, in der sich über mehrere Blöcke hinweg Läden aneinanderreihen – manche offen zur Fußgängerzone, andere versteckt in Seitengassen.

Von dort bin ich weiter in Richtung Kitanijūyōjō gelaufen und habe mir die Umgebung angeschaut. Und vielleicht habt ihr es an den Namen schon gemerkt: Die klingen sich sehr ähnlich – und das hat einen guten Grund.

Sapporo wurde nämlich nach amerikanischem Vorbild planmäßig im Raster angelegt.

Statt einzelner Straßennamen verwendet man hier Koordinaten, die nach Norden / Süden (Kita / Minami) und Osten / Westen (Higashi / Nishi) ausgerichtet sind.

Beispiel: Kita 1-jo Nishi 5-chome Bedeutet wörtlich:

  • Kita (北) = Norden
  • 1-jo (1条) = 1. Straße (Zählung der Querstraßen von Süden nach Norden)
  • Nishi (西) = Westen5-chome (5丁目) = 5. Block (Zählung der Blöcke von Osten nach Westen)
  • Übersetzt also: „1. Straße nördlich, 5. Block westlich“.

Das Zentrum, von dem aus gezählt wird, ist der Ōdōri-Park (大通公園) – dort ist quasi der Nullpunkt.

Aufbau einer typischen Adresse in Sapporo:

Ein vollständiges Beispiel: 北海道札幌市中央区北1条西13丁目4-5Hokkaido, Sapporo-shi, Chūō-ku, Kita 1-jō Nishi 13-chōme, Gebäude Nr. 4-5

  • Hokkaido = Präfektur
  • Sapporo-shi (市) = Stadt
  • Chūō-ku (区) = Stadtbezirk
  • Kita 1-jō Nishi 13-chōme = Lage nach Raster
  • 4-5 = Hausnummern innerhalb des Blocks (manchmal Gebäudekomplex oder Parzelle)

Hier ist eine Karte bei der man den Odori Park klar als Trennung von Nord und Süd sieht und der Fluss ist scheinbar die Trennung von der Ost und West Zählung.

https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&opi=89978449&url=https://www.sapporo.travel/cms/wp-content/uploads/2020/10/central-sapporo-map_en_2017-1.pdf&ved=2ahUKEwijnMmL2ZmQAxV-rlYBHXi6ADkQFnoECCMQAQ&usg=AOvVaw2KU-tMu8wac5ekUuyZcCDB

Am Abend bin ich noch ein wenig durch die Stadt geschlendert, habe mir etwas zum Abendessen geholt und bin mit dem Tepozan-Riesenrad gefahren – einem riesigen Rad, das auf dem siebten Stock eines Kaufhauses gebaut wurde.

Als kleines i-Tüpfelchen gab es zum Abschluss noch ein Erdbeer-Tiramisu. 🍓

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