Tag 15 – Paket Versand und Spa-day

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„Letzter Tag in Hokkaido: heute lass ich’s mir nochmal richtig gut gehen.“ Das war zumindest das Tagesmotto – auch wenn der Vormittag alles andere als entspannt begann. 😑

Ich habe gemerkt, dass ich hier und da etwas zu viel eingepackt habe. Zusammen mit den Souvenirs, die ich in den letzten Tagen gekauft habe, hat sich schon einiges angesammelt – genug, um es besser nach Hause zu schicken. Das habe ich vor zwei Jahren schon gemacht, und es ist nach wie vor eine der besseren Optionen, als mit 7–15 kg zusätzlichem Gepäck durch Japan zu laufen. Meinen zweiten Koffer will ich erst mitschleifen, wenn es wirklich nötig ist. Bisher steckt der kleine Koffer noch gut im großen.

Gestern habe ich also alles zusammengesucht, einzeln gewogen und mir eine kleine Liste gemacht. Heute Vormittag habe ich die Sachen dann geschnappt und zur Post gebracht – nur um festzustellen, dass sich wieder einiges geändert hat.

Früher konnte man online am PC oder Handy problemlos alle Angaben für das Versandlabel und die Zollanmeldung vorbereiten oder direkt an einem Kundenterminal in der Post ausfüllen und ausdrucken.Jetzt geht das leider nur noch mit einem Account, und da ich ohne japanische Adresse nicht weiterkam, musste ich zwangsläufig meine Unterkunft angeben. Der Postangestellte meinte, „Hotel is okay“ – also habe ich mich so registriert.

Im Onlineformular musste ich dann die Menge jeder Produktgruppe, das Gewicht pro Stück und die passende Zollnummer (6 bzw. 10-stellig) eintragen. Zum Glück ist das System in diesem Punkt deutlich besser geworden als noch vor zwei Jahren: Heute kann man einfach nach einer Produktgruppe suchen – zum Beispiel Trading Card – und mit zwei Klicks werden alle Felder automatisch ausgefüllt.

Trotzdem gab es am Ende noch ein Problem mit meiner Absenderadresse. Ich habe ehrlich gesagt nicht verstanden, was genau nicht passte, aber zum Glück konnte Tomoko kurz vorbeischauen – sehr praktisch, direkt neben der Post zu wohnen – und das Ganze für mich mit zwei Sätzen klären. Danke, Tomoko!

Mein nächstes Ziel war der Ōdōri Park, oder genauer gesagt Aurora Town darunter. Dort gibt es einen Laden, der handgefertigte Ainu-Kleidung im traditionellen Stil verkauft – das musste ich mir natürlich genauer ansehen. Ich habe mir dort ein wunderschönes, aber recht teures Souvenir ausgesucht 🧐.

So ein Oberteol kostet 330.000¥, das müssten grob 1.900€ sein.

Zum Abschluss des Tages ging es dann in das tattoofreundliche Sento (Badehaus), das mir Tomoko und Arisa empfohlen hatten – der perfekte Ort, um zu entspannen.

https://maps.app.goo.gl/9RShVsou5knzkFaLA

Schon beim Eintreten roch es angenehm nach ätherischen Ölen. Die Leute waren superfreundlich, und eine Frau hat sogar ihr Shampoo mit mir geteilt, nachdem ich gemerkt hatte, dass keines vom Bad bereitgestellt wurde.

Hinter dem geschlechtergetrennten Eingang befand sich eine große Umkleide. Ob man seine Kleidung in einen Korb, ein Regalfach oder einen Spind legt, blieb jedem selbst überlassen. Zwar gab es kein schönes Wandgemälde, wie man es aus manchen Onsen oder traditionellen Sento kennt, aber der Aufenthalt war trotzdem grandios:

Ein heißer Whirlpool, ein noch wärmeres Becken mit Jetstreams für die Rückenmassage (oder um Menschen einzukochen?), dazu ein kalter Wasserfallpool zum Abkühlen nach der Aroma- oder finnischen Sauna. Ich habe dort über eine Stunde lang „Brausetablette“ gespielt und mich anschließend im Eingangsbereich mit einem Erdbeer-Trinkjoghurt abgekühlt, bevor ich glücklich zurückgelaufen bin.

Da wurde wohl jemand geködert. 😆

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