Tag 19 – Auf nach Shikoku…. OMG ich schmelze

Posted on

Der Tag begann damit, dass ich all meine restlichen Lebensmittel perfekt zum Frühstück vernichtet habe, bevor es um 11 Uhr Richtung Kobe losging.Durch ein paar Missgeschicke – Station verpasst, in den falschen Zug eingestiegen usw. – kam ich letztendlich um 12:50 Uhr in Kobe an. Dort habe ich mir ein Busticket nach Takamatsu für 13:35 Uhr geholt und mir vorher noch schnell ein paar anständige Brötchen besorgt.

Die Busfahrt war der absolute Hammer! Die Landschaft ist so beeindruckend und einzigartig… wahrscheinlich. Zumindest für mich – ich war ja noch nicht wirklich irgendwo anders als in Japan.

Die Brötchen mit verschiedenen Toppings habe ich mir während der Fahrt schmecken lassen. Ja, die haben es hier nicht so mit „ich schneide das Brötchen auf und lege was Anständiges rein“. Stattdessen wird die Wurst einfach mit Käse, Tomatensoße oder Gewürzen direkt in oder auf das Brötchen gebacken.

Ich konnte kaum den Blick von der Fensterscheibe nehmen, denn hinter jedem Berg, Hügel oder Tunnel wartete ein neues, atemberaubendes Panorama.

Angefangen mit der Überquerung der Akashi-Kaikyō-Brücke, die das Meer überspannt und die Insel Awaji-shima mit dem Festland verbindet.Weiter ging es über die Insel, von der man aus dem Bus nach links noch Osaka und nach rechts Himeji, Okayama und viele kleine Inseln sehen konnte.

Danach fuhren wir über die Ōnaruto-Brücke, direkt am berühmten Naruto-Strudel vorbei. Eigentlich wollte ich die Fahrt dort unterbrechen, um die Cape-Naruto-Aussichtsplattform zu besuchen, aber mit meinem Busticket waren keine Zwischenstopps erlaubt – und die Plattform ist aktuell ohnehin geschlossen. Der Verlust hielt sich also in Grenzen.

Ich habe mir bei fast jeder neuen Kurve gedacht: Das nächste Mal musst du hier mit dem Auto fahren! Dann kann ich zwischendurch anhalten, Fotos machen und die Aussicht wirklich genießen. Die Reise dauert dann vielleicht fünfmal so lang – aber dafür nehme ich alles mit. ✌️😁

In Takamatsu habe ich dann gleich den nächsten Fehler gemacht: Ich habe die Durchsage im Bus überhaupt nicht verstanden und den Fahrer per Übersetzer-App gefragt:„Ist das der einzige Ausstieg in Takamatsu?“Er nickte nur und deutete auf meinen Koffer.

Tja, nein – es war nicht der einzige Ausstieg. Der Bus fuhr noch weiter bis zum Bahnhof. Ich habe später im Hotel sogar jemanden aus dem Bus getroffen, der das bestätigt hat. Und es bestätigt sich jedes Mal wieder: Weniger vorsichtig und ängstlich sein und einfach auf Google maps vertrauen.

Ich bin stattdessen an einem Pendlerparkplatz gelandet und musste etwa zwei Kilometer bis zum nächsten öffentlichen Verkehrsmittel meinen Koffer und Rucksack schleppen.

Ich weiß nicht genau, wann das passiert ist, aber schon zu Beginn der Reise hatte ich das Gefühl, dass der Koffer nicht richtig rollt – hab mir damals aber nichts dabei gedacht. Inzwischen ist klar: Die Räder hams hinter sich. Ich muss ihn fast schon bergab schieben, weil sich der Gummibelag gelöst hat und sich ständig verhakt und eher bremst als rollt.

Die Temperatur lag bei 28 °C und 86 % Luftfeuchtigkeit – plus leichtem Nieselregen am Abend. Morgen soll es zwar etwas kühler werden, aber die Luftfeuchtigkeit bleibt wohl hoch.

Nachdem ich mich also endlich zum Hotel gekämpft hatte, ging’s erstmal unter die Dusche – und danach natürlich nochmal raus. Schließlich hatte ich heute kaum Schritte gemacht 😑.

Schon beim ersten Spaziergang um den Block fiel mir auf, dass mein Hotel in einer Seitenstraße liegt, die direkt in die Marugamemachi Shopping Street führt – eine riesige überdachte Einkaufsstraße mit unzähligen Läden, Cafés und Restaurants. Perfekt also, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen.

Machst gut, wir sehen uns morgen. Mata ne.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert