Tag 38 – Kamakura

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Heute ging es nach Kamakura, genauer gesagt zum großen, begehbaren Buddha im Kōtoku-in-Tempel.

Nach einem ausführlichen Rundgang über das – zugegeben – nicht sehr große Tempelgelände, ging es weiter zum Hase-dera-Tempel.

Dieses Gelände ist deutlich weitläufiger und vielseitiger. Über mehrere Ebenen des Berges verteilt führen verschiedene Rundgänge mit ganz unterschiedlichen Ausblicken und Themen. Zwischendurch gibt es immer wieder Raststationen, Koi-Teiche, die vermutlich aus Bergquellen gespeist werden, und sogar einen Höhlengang, in dessen Felswand Buddha-Figuren und kleine Stellen für Gebete und Wünsche eingearbeitet sind.

Das Omikuji (ein Orakel für Glück oder Lebensrichtung) bezieht sich hier auf bestimmte Bereiche des Tempels, an denen man beten soll.

Ein echtes Highlight war die Kreiselbibliothek des gesammelten Wissens – unglaublich beeindruckend. Allein die Vorstellung, wie viele Stunden Handarbeit darin stecken: die feinen Schnitzereien, die liebevollen Verzierungen und die alten Schriften, die dort aufbewahrt werden. Man spürt richtig den Respekt vor dem Wissen, der Geschichte und der Hingabe, die in diesem Ort steckt.

Da es erst Nachmittag war, bin ich anschließend weitergefahren – zu einem kleinen Café direkt an der Bahnstrecke, das ich mir schon länger gespeichert hatte. Dort konnte ich gemütlich sitzen, den Zügen zusehen und ein wenig entspannen.

In der Nähe befindet sich auch ein tattoo-freundliches Onsen, das ich mir direkt für morgen vorgemerkt habe. Gleich daneben liegt das Cape Inamuragasaki, von wo aus man einen tollen Blick auf das Meer, die Insel Enoshima und den Berg Fuji haben soll – das steht also als Nächstes auf meiner Liste.

Da ich noch genug Zeit hatte und der Fahrplan perfekt passte, bin ich spontan nach Enoshima gefahren – und kam pünktlich zum Sonnenuntergang an. Ein großartiger Moment.

Später habe ich noch kurz mit Freunden telefoniert, den Tag Revue passieren lassen und bin anschließend mit dem Bus zurück nach Fujisawa gefahren.

Den Rest des Abends habe ich ruhig ausklingen lassen und noch ein paar organisatorische Dinge geklärt – unter anderem die Reservierung für den Mietwagen übermorgen.

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