Tag 55 – Kichijoji, Magic und Hauke

Posted on

Bis gestern hat mich meine lange Reise doch schon ziemlich gestresst und ermüdet. In den letzten Tagen wurde der Drang immer größer, mich einfach zurückzulehnen und ein paar Tage gar nichts zu machen. Animes schauen, mit Freunden etwas zocken oder in einem Onsen-Ryokan einfach nur entspannen. Mehrere Stunden in einer heißen Quelle Brausetablette spielen, abschalten und runterkommen.

Heute hat sich das schlagartig geändert – und es hat dafür nichts weiter gebraucht, als Kontakt zu ein paar richtig coolen Menschen, ein paar Stunden Magic zu spielen und sich einfach mal wieder auf Deutsch zu unterhalten.

Um 11 Uhr habe ich mich mit Hauke, Stefan und Dani in Kichijōji bei Hareruya zum Magic-Spielen getroffen. Acht Stunden quatschen, Karten spielen und einfach eine gute Zeit haben. Ich hätte nie gedacht, dass wir so entspannt zusammen sitzen, spielen und nebenbei einfach ein bisschen quatsch machen – aber genau das ist passiert.

Ja, Hauke ist auch „nur“ ein Mensch. Aber er ist gleichzeitig der Mensch, der mir in den letzten fünf Jahren ein mentaler und moralischer Kompass war.

Durch seine Streams und Youtube Video und den dort behandelten Themen bin ich zum ersten Mal wirklich dazu gekommen, reflektiert über mich selbst nachzudenken.
Warum bin ich so, wie ich bin?
Warum kränkt mich etwas?
Wo bin ich unsicher?
Finde ich mich gut so, wie ich bin?
Wie möchte ich als Person sein und wahrgenommen werden?

Ich habe in den letzten Jahren unglaublich viele neue „Werkzeuge“ an die Hand bekommen und sehr viel über mich selbst gelernt. Einfach, weil immer wieder Anstöße zum Nachdenken gegeben werden – und weil Dinge eingeordnet werden. Sei es durch Beispiele aus seinem eigenen Leben, durch Erklärungen, wie ihm etwas beigebracht wurde, oder was er für sich selbst gelernt hat.

Fanboy-Modus: aus.

Neben dem Spieletag habe ich sonst nichts Großartiges mehr gemacht – außer, auf den Tipp der Gruppe hin noch ein wenig durch die Shopping Street am Bahnhof Kichijōji zu bummeln.

Nach etwa 90 Minuten Schlendern und Stöbern habe ich dann fast 50 € für richtig gutes Essen ausgegeben. Ich konnte an den verschiedensten Essensständen probieren und habe mir überall kleine Portionen mitgenommen. Am Ende hatte ich eine komplette „Schweinerei“ an Essen zusammen.

Mit dieser Beute habe ich den Tag schließlich wieder in meiner Unterkunft ausklingen lassen. Auf dem Sofa, mit ein paar YouTube-Videos und einem Livestream eines Magic-Unpackings von meinem Mitbewohner und seinen Geschwistern im Hintergrund.

Ein wirklich wunderbarer Tag.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert